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Thomas Junker


    Thomas Junker (Jahrgang 1964) Thomas Junker bei den Dreharbeiten zu Film "Im Tiefflug zum Nordpol"ist von Beruf Journalist. Von der Pike auf hat er das Handwerk zuerst bei der Süddeutschen Zeitung, später beim Bayerischen Rundfunk erlernt (zusätzlich Studium der Journalistik in München). Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) gehört er zu den Journalisten der ersten Stunde. Für Tagesschau und Tagesthemen hat Junker berichtet, als Chef vom Dienst hat er die TV-Nachrichtenredaktion des MDR mit aufgebaut.

     

    Seit Anfang der 90er Jahre widmet er sich großen Auslandsreisen, die er mit der Filmkamera dokumentiert. So produziert Thomas Junker neben Reportagen für Auslandsmagazine der ARD-Anstalten auch große, fünfteilige Reportagen (à 25 Minuten) wie Durch das Meer ohne Wasser (2003, Libyen, Niger, Mali, Burkina Faso, Mauretanien), Der lange Weg zum Strom der Götter (2004, Bulgarien, Türkei, Georgien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisien, China, Tibet, Nepal, Indien), Jenseits der Wärme (2006, Russland), Himmelwärts ins Reich der Sturmwinde (2007, Argentinien, Bolivien, Chile), Aus Asiens Sonne ins russische Eis (2008, Thailand, Laos, China, Mongolei, Russland), Eine Reise durch Allahs irdisches Reich (2009, Afrika, Oman, Bangladesch, Indonesien), Vergessene Inseln (2010, Tristan da Cunha, Adak, Palau, Kastellorizo) und Im Tiefflug zum Nordpol (2010), Russlands Seele – Russlands Stolz (2011), Durch das verwegene Herz Zentralasiens (2012) sowie Vom Abendland nach Down Under (2013). Diese wurden jeweils im Abendprogramm des MDR-TV mit einer durchschnittlichen Einschaltquote von 12 bis 17% erstausgestrahlt. Anschließend wurden sie von anderen ARD-Programmen wie dem RBB, WDR, NDR, 3SAT, Phoenix sowie Das Erste übernommen.

     

    Bei all seinen Filmen liegt das Augenmerk auf den Menschen. In die Nähe von dem kommen, was passiert, vorgefasste Meinungen loslassen und die Füße in Bewegung bringen.
    Für den MDR-Filmemacher gilt:

     

     

    Die Herzen und Seelen der Menschen zu portraitieren, ist Sinn und Zweck meiner Filme.

     

    "Ich fahre nicht raus, um die zu Hause bestehenden Meinungen und Vorurteile bestätigt zu bekommen, sondern ich will sehen, wie es wirklich vor Ort bei den Leuten ist. Und das zeige ich" – so Thomas Junker. Daraus resultieren Geschichten voller Gesichter und Details, die oft mehr über politische Zustände erzählen als lange Analysen und Politikerstatements. Seine unaufgeregte, ruhige Erzählweise, ist fern von Sensationsgeschrei, setze auf Understatement und ermöglicht dem Zuschauer so, sich sein eigenes Bild und Urteil zu machen.


    Seine Drehorte liegen auf allen Kontinenten – in den letzten 22 Jahren hat er in über 100 Ländern gefilmt, war außerdem auf dem Süd- und Nordpol. Jedem Film geht eine intensive Vorbereitung und Recherche voraus, die bis zu zwei Jahren dauert. Vor allem Kultur, ethnische Fragen, aber auch die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte sind ihm dabei wichtig gewesen – und werden es auch in Zukunft sein. Thomas Junker will wissen, wie die Menschen leben, was und wie sie arbeiten, welche Träume sie haben, was ihnen Sorge bereitet, wie ihr Alltag aussieht. Seine Filme produziert der Weltenbürger seit 1991 in einem kleinen 2-Mann-Team. "Dank diesem haben wir einen besseren Zugang zu den Menschen vor Ort", so sein Fazit aus den bisherigen Filmproduktionen, "und an dieser Drehtaktik will ich deshalb auch nichts ändern."