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    Thomas Junker - Vergessene Inseln

     

     

     

     

     

     

     

    Vergessene Inseln hat Thomas Junker in die Welt der Inseln auf den Weltmeeren geführt. Sein Fokus lag dabei auf Inseln, die aus verschiedenen Gründen einmal im Mittelpunkt des Interesses lagen, heute aber vergessen sind. Der MDR-Filmemacher ist von Tristan da Cunha im antarktischen Ozean über die Andreanof Islands auf den Aleuten, Palau im Pazifik nach Kastellorizo im Mittelmeer gereist.
    Thomas Junker hat das Leben auf diesen so sehr unterschiedlichen Inseln portraitiert. Da ist Tristan da Cunha. Einst lag es auf der Route der stolzesten Segelschiffe entlang der Handelsrouten im 18. und 19. Jahrhundert. Heute leben nur noch 7 Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung auf der Erde und ist nur per Fischerboote zu erreichen.


    Da sind die Andreanof Islands, die einst in Zeiten des Kalten Krieges aus strategischen Gründen zu den Hot Spots der westlichen Militärwelt zählten. Heute dagegen sind sie nahezu verlassen und in der Bedeutungslosigkeit versunken. Trotz der extrem kalten Witterungsverhältnisse harren einige Hundert Menschen auch noch im Jahr 2009 dort aus.

    Palau im Pazifik wurde einst (1892) vom letzten deutschen Kaiser gekauft und zu einer wichtigen Handelsstation im Pazifik aufgebaut. Doch im 1. Weltkrieg verlor Deutschland die Insel an Japan. Palau ist heute kaum einem Deutschen noch ein Begriff.
    Kastellorizo liegt im Mittelmeer vor der Küste der Türkei, gehört jedoch zu Griechenland. Noch 1930 lebten dort 20.000 Menschen, heute sind nur mehr 250. Im 2. Weltkrieg wurde die Insel aus Angst vor Luftangriffen der Deutschen evakuiert. Kaum ein Inselbewohner kehrte danach zurück in seine Heimat. Fast alle wanderten mit Hilfe Englands nach Australien aus.

     

    Thomas Junker hat das getan, was er vielleicht am besten kann: Geschichten sammeln und Geschichten erzählen. Die Zuschauer an seinen Erlebnissen teilhaben lassen und im besten Sinne des Wortes damit unterhalten. Den 45-jährigen Filmemacher interessierte, wie die Menschen leben. Wie sieht ihr Alltag aus, was und wie arbeiten sie, welche Träume und Sorgen haben sie, wie sieht ihre Kultur aus? So war es Sinn und Zweck der fünfteiligen Dokumentation für den MDR und andere ARD-Anstalten, die Herzen und Seelen der Menschen zu portraitieren, die er entlang dieser so gegensätzlichen Route antraf.


     

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